Aktuell

Jenseits der Schlagbilder
Im Rahmen des Symposiums „Quo vadis Alpenvereine – Alpen, Hütten, Naturerlebnis“ der Sektion des DAV München hält Jens Badura den Vortrag „Jenseits der Schlagbilder. Ein Plädoyer für gelassene Bergerfahrung“. Darin wird die problematische Rolle „mitgebrachter“ Erwartungshaltungen im heutigen Bergsport thematisiert, die eine Einlassung auf die Erfahrung des Moments am Berg verhindern – und es wird die Rolle der diversen Bildproduzenten befragt, die unsere Sicht auf die Berge derzeit mehr denn je prägen (Tourismus, Bergsportindustrie und eben auch Alpine Vereine). 9.-10. November 2018, Albert-Link-Hütte.

Zukunft Bergerlebnis Alpen – Nachhaltiges Management des Natur- und Bergsports
Am 7. November 2018 hält Jens Badura im Rahmen der Abschlußtagung des „WeWild – respect alpine wildlife“-Projekts des „Netzwerk alpiner Schutzgebiete“ Alparc einen Vortrag zum Mensch-Natur-Verhältnis im Bergsport. Die Veranstaltung findet von 10-17 Uhr im Alpinen Museum in München statt.

Embedded artists
Anlässlicher des internationalen Symposiums „Embedded Artists – artists outside the art world: the world in quest of artists“ am 1. November 2018 an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) hält Jens Badura den Vortrag „The artist as expert? Remarks on an ambiguous concept“, der das transformative Potential künstlerischer Denk- und Verfahrensweisen in außenkünstlerischen Kontexten beleuchtet.

Kulturinduzierte Innovation im ländlichen Raum
Im Rahmen der Fachkonferenz „Kreative Wirkungskraft – die Matrix zwischen Innovation und Kreativität„, die vom Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Berlin am 30. Oktober 2018 veranstaltet wird, ist Jens Badura im Dialogforum „Ländlichen Raum gestalten – Positionierung der Kultur- und Kreativwirtschaft in ländlichen und strukturschwachen Regionen“ als Impulsgeber beteiligt. Er wird dort das Konzept der Initiative creativeALPS und entsprechende Praxisbeispiele vorstellen.

Ramsauer Gespräche
Am 18./19. Oktober 2018 fanden die 1. Ramsauer Gespräche statt, die sich dem Thema regionale Produkte widmeten und diesen in einen grösseren Zusammenhang stellten: so wurden werden die Themenfelder „Regionalmarken und nachhaltige Regionalentwicklung„, „Neue Genossenschaftsmodelle für  regionale Produktion- und Vermarktung„, „Neue alpine Küche“ und „Slow Travel als Zukunftsmodell für den Tourismus“ diskutiert. Die Veranstaltung wird von Gisela und Jens Badura geleitet und fand in Kooperation mit der Bayerischen Akademie für Natur- und Landschaftsschutz (ANL), Slowfood Convivium Chiemgau-Rosenheimer Land und popstahl-Küchen Berchtesgaden statt.

Der große Run auf die Berge
Am 17.10. wurde auf BR Fernsehen die Dokumentation „Der große Run auf die Berge – Neue Herausforderungen für die Retter“ ausgestrahlt, der die veränderten Rahmenbedingungen für die Arbeit der alpinen Rettungsdienste in den Blick nimmt. Jens Badura ist einer der Gesprächspartner im Film und legt dar, welche Faktoren zu der vermehrten Einsatzintensität beitragen.

expedition_heimat *2
Den heimatlichen Identitätsraum des Gesäuses erkunden und Szenarien für dessen Zukunft entwickeln – mit und durch die Menschen vor Ort: Das ist die ‚Mission‘ des Dialogprojekts expedition_heimat, welches der Nationalpark Gesäuse ins Leben gerufen hat und das von Jens Badura konzipiert und kuratiert wird. Vom 5.-7. Oktober fand im steirischen Gesäuse nun die zweite „expedition_heimat“ statt.

Extended Alps
Soeben ist die Studie „Extended Alps“ erschienen, die von Bernhard Tschofen (Universität Zürich) und Jens Badura durchgeführt wurde. Das Projekt fand im Auftrag des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz statt und beschäftigt sich mit der wechselseitigen Wahrnehmung von Berg- und Metropolregionen im Zusammenhang mit der Implementierung der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP). Nähere Informationen zur Studie können unter office@bergkulturbuero abgefragt werden.

Die Logik des Vertikalen
In der aktuellen Ausgabe des Magazins „Bergwelten“ findet sich ein „Gipfelgespräch“ mit Jens Badura unter dem Titel „Die Logik des Vertikalen“. Angesprochen werden unterschiedliche Aspekte einer philosophischen Annäherung an die Berge und aktuelle Entwicklungen im Bergsport.

Campus Ramsau
Im Rahmen des Masterstudienprogramms „Regionalmanagement in Gebirgsräumen“ führt Jens Badura vom 25.-29. Juni 2018 ein Projektseminar in Ramsau durch, bei dem die Studierenden an Mobilitätskonzepten für den Berchtesgadener Talkessel arbeiten. Am 28. Juni 2018 wurden die Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Ramsau der Bevölkerung präsentiert und als Impulse für die Gemeindeentwicklung zur Diskussion gestellt.

creativeALPS auf Bergfahrt
Im Rahmen des diesjährigen Bergfahrt Festival in Bergün/CH veranstalteten Jens Badura und Matthias Leitner am 2. Juni den Klischeeschwarzmarkt, wo mit Alpenklischees gehandelt werden konnte. 20 Teilnehmer_innen priesen ihre favorisierten Klischees von Bergen und ihren Bewohnern an, feilschten um Triftigkeiten und brachen mit anderen Alpen im imaginären Rucksack wieder auf. Kurz: es war ein transformativer cultura alpina, die alternative Möglichkeitshorizonte für den alpinen Raum entworfen hat.

Alpines Philosophicum Ramsau 2018
Soeben ist das Programm des Alpinen Philosophicums 2018 erschienen. Heuer gibt es u.a. einen in Kooperation mit dem Nationalpark Berchtesgaden konzipierten Schwerpunkt zum Thema „Wildnis“.

heimat.land
Im Rahmen des vom Österreichischen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus geförderten Projekts „heimat.land“, das Jens Badura und Roland Kals (ARP) anlässlich des Österreichischen Vorsitzes des Alpenkonvention durchführen, beginnt am 20. April eine Workshopreihe, bei der in verschiedenen Berggemeinden des lokale Heimatverständnis diskutiert wird. Ziel ist es, eine „Landkarte“ von Themen- und Fragestellungen zu entwicklen, die im gegenwärtigen Heimatdiskurs relevant sind und damit einen Denk- und Diskursraum zu schaffen, in dem der Begriff „Heimat“ als Suchbegriff für die Verhandlung der Frage „Wir sind wir und wie wollen wir sein“ fruchtbar gemacht wird. Partnergemeinden im Projekt sind Kartitsch, Mayrhofen und Hieflau/Landl.

creativeALPS @ Metropolregion München
Am 11. April war creativeALPS auf Einladung der Europäischen Metropolregion München zur Präsentation der Initiative vor den Wirtschaftsförderungsagenturen der in der Metropolregion zusammengeschlossenen Landkreise. Der Ansatz stieß auf sehr positive Resonanz und die Diskussion zeigte, dass die von creativeALPS entwickelten neuen Formate zur Mobilisierung kultur- und Kreativwirtschaftlicher Denk- und Verfahrensweisen für die Regionalentwicklung gerade auch in den bayerischen Berggebieten ein großes Potential bieten

Projekt „Gegenwart verhandeln“ bewilligt
Das von Beat Hächler (Direktor des Alps – Alpines Museum der Schweiz) und Jens Badura initiierte Projekt „Gegenwart ausstellen – Initiative DiskursMuseum“ wird von der Schweizer Berghilfe und der Corymbo-Stiftung gefördert. Zusammen mit einem Netzwerk von Partnermuseen in Berggebieten werden neue Formate entwickelt und erprobt, um lokale Museen als Räume der Verhandlung von Gegenwartsfragen zu nutzen und dabei die spezifische Qualität von Museen – die Expertise zur Schaffung von Dialog mit Dingen – fruchtbar zu machen. Im Rahmen von Werkstattgesprächen werden 2018-2019 verschiedene Versuchsanordnungen für solche Verhandlungszusammenhänge durchgeführt, ausgewertet und dokumentiert

creativeALPS Tage im berg_kulturbüro
Angeregt durch den Ansatz von creativeALPS führten bayernkreativ und die Kreativwirtschaft Austria die creativeALPS-Tage durch. Am 8. März machte die creativeALPS-Roadshow Station im berg_kulturbüro, am 10. März leitete Jens Badura in der Büttenpapierfabrik Gmund beim Symposium der Munich Creative Business Week den Workshop „Das creativeALPS-Modell: Beitrag der Kultur- und Kreativschaffenden zur Regionalentwicklung in Berggebieten“.

Destination Nachhaltigkeit
Am 5. März trug Jens Badura im Tourism Management Club an der Universität Bozen zum Thema nachhaltiger Tourismus vor und problematisierte in diesem Zusammenhang die Verwässerung der Nachhaltigkeitsidee im Zuge der Konjunktur des sogenannten „sanften“ Tourismus. Gezeigt wurde, dass nur ein auf die langfristigen Bedürfnisse der ansässigen Bevölkerung ausgerichteter Tourismus nachhaltig sein kann, weshalb es im Rahmen der Regionalentwicklung in Tourismusregionen stets ein Primat der Frage „Wie wollen wir sein“ vor der Frage „Wie sollten wir uns darstellen“ geben muss.

Nach dem Event ist vor der Zukunft
Ein Jahr danach stellen sich die Fragen: Was bleibt von der Ski WM 17 in St. Moritz? Sind nach erfolgreichem
Verlauf des Events die Weichen nun in Richtung einer Sporteventdestination Oberengadin gestellt? Und welche Alternativen gäbe es zu dieser Weichenstellung? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen des von Jens Badura geleiteten Workshops „Nach dem Event ist vor der Zukunft“ am 15. Februar und einer anschließenden Podiumsdiskussion in St. Moritz diskutiert. Die Veranstaltung wurde vom Institut für Kulturforschung Graubünden durchgeführt.

creativeALPS
Mit Beginn des Februars nahm creativeALPS | Matthias Leitner & Jens Badura GbR die Arbeit auf. Das aus der vom Deutschen Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft durchgeführte Phase XI entstandene Unternehmen hat seinen Sitz in der Ramsau (basecamp) und betreibt eine Aussenstelle in München (biwak). Folgende Leitmotive stehen hinter der Initiative:
creativeALPS denkt die Alpen neu: als Lebens- und Wirtschaftsraum ebenso wie als touristische Destination.
creativeALPS begreift die Alpen als Inspirationsquelle und als Experimentierfeld für montan-urbane Denkweisen und Lebensformen.
creativeALPS nutzt das transformative Potential kreativer Milieus für die Mobilisierung innovativer Konzepte zur nachhaltigen Entwicklung der alpinen Berggebiete.
creativeALPS arbeitet mit und für öffentliche und private Auftraggeber und versteht Kultur als Medium der Verhandlung der Frage, was ein gutes Leben in den Alpen ausmacht.

Bilder, Berge, Risiko
Am 18. Jänner trägt Jens Badura im Rahmen der diesjährigen Fortbildungstage der Vermissten- und Suchhundestaffel Salzburg in St.Martin/Tennengebirge zu Thema Risikokultur im zeitgenössischen Bergsport vor. Ausgehend von den Vorstellungen und Bildern, die heute das Verständnis der Bergwelt prägen und teilweise problematische Erwartungshaltungen an Aktivitäten am Berg produzieren, plädiert er für eine gezielte Revision der Klischeevorstellungen, die Berge als heile Welt oder aber umfänglich „versicherten“ Erlebnisraum fassen.

Auftaktveranstaltung des Projekts „Modell Bergsteigerdorf“
Am 10. Jänner fand im Ramsauer Gemeindesaal die öffentliche Auftaktveranstaltung des vom bayerischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Projekts „Modell Bergsteigerdorf – Ideenwerkstatt für eine nachhaltige Gemeindeentwicklung in der Ramsau“ statt. Bürgermeister Herbert Gschoßmann skizzierte die aktuellen Herausforderungen für die Gemeinde und Jens Badura stellte das Projekt und dessen geplante Umsetzungsschritte vor. Im Anschluss wurden in einer Diskussion mit den ca. 50 Teilnehmenden erste Themen und Ideen gesammelt, die nun in Arbeitsgruppen entwickelt und zu Pilotprojekten geführt werden sollen. Ab Februar wird der Fortgang des vom berg_kulturbüro im Auftrag der Gemeinde durchgeführten Projekts auf einer eigenen Website berichtet werden, Informationen dazu werden regelmässig auch auf der Seite des berg_kulturbüros gegeben.

EUSALP – Stabsübergabe
Am 14./15. Dezember erfolgte in Ramsau die „Stabsübergabe“ des Vorsitzes der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) statt: die aktuelle Vorsitzregion Bayern übergibt die Agenda an das Land Tirol, dabei ist zudem Slowenien, das den Vorsitz 2016 innehatte. Jens Badura stellte im Rahmen der Veranstaltung das Projekt „Modell Bergsteigerdorf – eine Ideenwerkstatt für nachhaltige Gemeindeentwicklung in Ramsau“ vor und sprach zu Empowerment-Strategien zur Beförderung nachhaltiger Gemeindeentwicklung im Alpenraum.

Der zweite Blick
Am 13. Dezember wurde im Kulturzentrum La Tuor in Samedan (CH) die Ausstellung des Fotografen Lois Hechenblaikner „Der zweite Blick“ eröffnet, die Jens Badura kuratiert hat. Die Ausstellung thematisiert die Hinterbühnen eines Wintersport-Großereignisses: der Ski-WM 2017 in St. Moritz. Flankierend zur Ausstellung organisieren Cordula Seger (Leiterin des Instituts für Kulturforschung Graubünden) und Jens Badura eine Veranstaltungsreihe im Februar 2017; am 15. Februar findet der Workshop „Nach dem Event ist vor der Zukunft“ statt, nähere Informationen dazu folgen.

Berge lesen 2017
Anlässlich des Internationalen Tags der Berge am 11. Dezember fand heuer das vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention initiierte Festival „Berge lesen“ zum 3. Mal statt. Auch das berg_kulturbüro war wieder beteiligt: Es wurden Texte aus Viktor Frankls Buch „Bergerlebnis und Sinnerfahrung“ gelesen und im Anschluss von den ca. 25 Teilnehmer_innen informell diskutiert. Der Erlös der Veranstaltung kam der Bergwacht Ramsau zugute.

Zukunft der Alpinen Kulturlandschaften
Am 4. Dezember fand im berg_kulturbüro der von Bettina Burkart-Aicher und Gisela Badura organisierte Workshop „Zukunft der alpinen Kulturlandschaften: Bergsteigerdörfer als Modellorte“ statt, eine Kooperation der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) und des berg_kulturbüros. Bergsteigerdörfer verpflichten sich in besonderem Maße zur vorbildhaften regionalen Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus im Sinne der Alpenkonvention.
Der Workshop bot einen Rahmen für die Entwicklung innovativer Ideen zur Bewirtschaftung der (alpinen) Kulturlandschaften und versammelte die Bürgermeister der Deutschen Bergsteigerdörfer, Fachleute aus Natur- und Landschaftsschutz, Landwirte, Regionalentwickler sowie Kulturwissenschaftler. Jens Badura hielt den Einführungsvortrag „Jenseits der Romantikfalle – Möglichkeitshorizonte alpiner Kulturlandschaften“. Diskutiert wurden dann u.a. Fragen nach der Bedeutung von Authentizität für eine erfolgreiche und nachhaltige Gemeindeentwicklung, gemeinwohlökonomische Perspektiven für kommunale Zusammenhänge sowie Möglichkeiten, Berglandwirtschaft auch in ökonomischer Hinsicht zukunftsfähig zu betreiben.

Was kommt als nächstes? Das creativeALPSlab zu Gast in Berlin
Seit Mitte des Jahres arbeiteten deutschlandweit im Auftrag der PHASE XI acht interdisziplinäre Kreativteams an gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen der Zukunft – eines davon ist das creativeALPSlab von Jens Badura und Matthias Leitner. Die Bürokratie wurde neu gedacht, der gemeinsame Mittagstisch revolutioniert, ein StoryTrolley gebaut, die Glaubensfrage neu gestellt, Testmärkte getestet, der Makerspace zur Microfactory entwickelt, Utopien der Mobilität entworfen und die Alpen gleich ganz neu erfunden. Am 1. Dezember wurde nun in Berlin gemeinsam diskutiert, wie ihre Prototypen die Welt verändern können und gemeinsam der Frage nachgegangen: Was kommt als nächstes? Alle PHASE XI Teams gewährten exklusive Einblicke, wie sie die großen Fragestellungen, die die Zukunft betreffen, aus Sicht der Kultur- und Kreativwirtschaft konkret beantworten wollen.

creativeALPSlab/Achse B
Die Arbeit des von Jens Badura und Matthias Leitner im Rahmen der Initiative „Phase XI“ konzipierten creativealps_lab Ramsau/München (Achse B) wurde am 28. November 2017 im Rahmen eines PHASE XI Intro im Hasenöhrl-Hof bei Bayrischzell vorgestellt. Hier wurden auch Prototypen wie das „Ideenhospiz“ und die creativeALPS-Triennale präsentiert, mit denen das lab ab 2018 dann in Kooperation mit Partnern aus Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft im Alpenraum zur Mobilisierung kultur- und kreativwirtschaftlicher Aktivitäten beitragen wird.

EUSALP Annual Forum
Im Rahmen des Annual Forum der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum der EU (EUSALP), deren Vorsitz derzeit in Bayern ist, haben Jens Badura und Bernhard Tschofen im Rahmen eines Workshops die Ergebnisse ihrer vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen Studie zur wechselseitigen Wahrnehmung der Berg- und Metropolregionen vorstellen und Thesen zu deren Bedeutung für die Arbeit der verschiedenen EUSALP-Actiongroups präsentiert. Eine Zusammenfassung der vorgestellten Thesen findet sich Extended alps.

Zukunftsakademie Rätikon @ Küefer-Martis-Huus Ruggell
Am 14. November 2017 wurden im Küefer-Martis-Huus Ruggell/Liechtenstein die Ergebnisse des Pilotprojekts der „Zukunftsakademie Rätikon„, die vom gleichnamigen Verein im August 2017 im Prättigauer Bergdorf Schuders stattfand und vom berg_kulturbüro mitentwickelt wurde, vorgestellt. Ziel des Projekts ist es, eine „nomadische Akademie“ in grenzübergreifenden Rätikon zu schaffen, die künstlerische Denk- und Verfahrensweisen im Bereich der nachhaltigen Regionalentwicklung in Berggebieten in Wirkung bringt. Das Vorhaben steht zudem in Verbindung mit der Schaffung eines internationalen Naturparks Rätikon.

Kulturelle Wertschöpfung in Berggebieten
In Kooperation mit dem creativealps_lab der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK),  dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes und dem berg_kulturbüro fand am 8. und 9. November 2017 der Workshop „Kultur- und Kreativwirtschaft in Berggebieten – Konzepte, Methoden, Beispiele“ in Zürich statt, bei dem das Konzept der „creative economies“ zur Untersuchung von Kultur- und Kreativwirtschaftlichen Aktivitäten in Berggebieten erprobt wurden. Als Fallbeispiele dienten u.a. das Festival „Origen“ in Riom/CH und das Kultur-Hotelprojet „Piz Linard“ in Lavin/CH.

6. Internationales Symposium zur Forschung in Schutzgebieten
Am 3. und 3. November 2017 fand in Salzburg das 6. Internationales Symposium zur Forschung in Schutzgebieten statt, wo Jens Badura unter dem Titel „Transforming imagination – the role of parks in regional sustainable development processes“ sprach und das Verhältnis von Bildsprache und Vorstellungsvermögen beleuchtete – verbunden mit der These, dass ein wesentliches Potential von Schutzgebieten für die Förderung nachhaltiger Entwicklung darin liegen könnte, Klischeebilder von Natur und Landschaft mit alternativen visuellen Narrativen zu dekonstruieren und so neue Räume für die Imagination von möglichen Zukünften zu schaffen.

Verhandlung statt Unterhaltung: Thesen zur Rolle von Kultur in der nachhaltigen Berggebietsentwicklung
Im Rahmen der 10. Jahrestagung der Bergsteigerdörfer in Steinbach am Attersee stellte Jens Badura am 13. Oktober 2017 Thesen zur Rolle von Kultur in der nachhaltigen Berggebietsentwicklung vor und zur Diskussion. Auf Basis der Deklaration „Bevölkerung und Kultur“ der Alpenkonvention plädierte er dafür, Kultur als Medium der aktiven Verhandlung des Miteinanders zu verstehen.

Projekt „Modell Bergsteigerdorf“
Am 5. Oktober 2017 startete mit dem Besuch der Bayerischen Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf  das Projekt „Modell Bergsteigerdorf“. Das Vorhabe wird vom berg_kulturbüro im Auftrag der Gemeinde Ramsau durchgeführt und vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Ziel des auf drei Jahr angelegten Projekts ist es, eine regionale Ideenwerkstatt zu begründen, in der Pilotprojekte entwickelt, realisiert und im alpenpolitischen Zusammenhang diskutiert werden sollen. Thematisch sind Vorhaben anvisiert, die sich der Erhaltung von Kultur- und Naturlandschaft sowie green infrastructure, der regionalen Wertschöpfung und green economy, dem Klimawandel als lokale Herausforderung sowie der Identitätsbildung und Heimatentwicklung widmen.

Kultur als Medium der Raumplanung
Im Rahmen der CIPRA-Jahresfachtagung „Alpine Raum-Sphären: natürliche Grenzen, unendliche Möglichkeiten“ am 29. September 2017 in Innsbruck stellten Roland Kals (arp) und Jens Badura (berg_kulturbüro) Thesen zur Rolle von Kultur in der Raumplanung vor und plädierten für eine neue „Kultur“ (in) der Raumplanung: „Wir plädieren daher für eine neue Kultur der Raumplanung – in dem Sinne, dass Kultur hier als ein Medium der Verhandlung von räumlicher Gestaltungspraxis betrachtet wird und neue Kultur-Orte für die Raumplanung erschlossen und entwickelt werden: Orte des Austauschs, des Modellierens von Ideen und Szenarien, des Probierens von Verfahren zur gemeinsamen Befragung der nachhaltigen Lebensdienlichkeit raumplanerischer Konzepte. Orte, die neue Formate des öffentlichen Erwägens und transparenten Umsetzens ermöglichen anstatt bloße Projektabwicklung auf Basis formalisierter Beteiligungsstrukturen und institutionellem Expertentum zu betreiben.“

expedition_heimat # 1
Vom 22.-24. September 2017 fand im steirischen Gesäuse (A) die expedition_heimat # 1 statt, die vom berg_kulturbüro kuratiert und moderiert sowie vom Nationalpark Gesäuse veranstaltet wurde. Im Rahmen von drei Tageswanderungen wurden mit unterschiedlichen Akteuren der Region die Themen Mobilität, Vereinswesen und Kulturlandwirtschaft diskutiert – als Beitrag zu einer gemeinsamen Reflexion der Frage, wie die Heimat aussehen und sich entwickeln soll. Die Gründung einer „new highlander“-Agentur, ein flash-Mob der Vereine oder die Gründung einer landwirtschaftlichen Regionalgenossenschaft waren nur einige der Ideen, die hier entstanden und nun in unterschiedlichen Formaten weitergedacht werden sollen. expedition_heimat # 2 ist für den September 2018 geplant.

CIPRA International / sounding board
Jens Badura wurde vom Vorstand der Alpenschutzorganisation CIPRA International in deren neu geschaffene Sounding Board berufen, welches die Organisation mit Blick auf die strategische Ausrichtung berät.

Phase XI – Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum
Im Rahmen der vom Deutschen Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft gestarteten „Phase XI„, die sich mit Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum befasst, fand am 12. und 13. September im berg_kulturbüro der Workshop „creativeALPS“ statt: Was macht ein kreatives Milieu in Berggebieten aus? Welche Rolle spielen hier die besondere Nähe zu Traditionen aus Brauchtum, Handwerk etc.? Welche Möglichkeiten/Synergien und Stimulationen ergeben sich für einen Austausch zwischen den Berggebieten und urbanen Regionen und wie kann dieser gezielt befördert werden? Welche Narrative braucht es, um die Potentiale kultur- und kreativwirtschaftlicher Aktivitäten in Berggebieten für die unterschiedlichen Stakeholder (Kreative, Wirtschaftstreibende, Lokal- und Regionalpolitik, lokale Kulturräume etc.) kenntlich zu machen? Diese und weitere Fragen wurden im Rahmen des Workshops anhand von Fallbeispielen diskutiert.

Alpines Philosophicum Forum: Hüttenphilosophie im Herbst
Im Herbst veranstaltete das Alpine Philosophicum Ramsau zwei Hüttenphilosophie-Abende in Kooperation mit dem Watzmannhaus und der Blaueishütte: am 11. September wurde unter dem Titel „Schutzhaus oder Berghotel – Zur Funktion der alpinen Hütten“ aus unterschiedlichen Perspektiven (Hüttenwirte, DAV, Tourismus, Nationalpark) über die künftige Ausrichtung der alpinen Hütten diskutiert, am 14. September wurde dann auf der Blaueishütte „Kletterphilosophie“ betrieben, wo u.a. auch das Thema Kletterethik und die Erfahrungen mit dem neuen Kletterkonzept des Nationalparks Berchtesgaden zur Sprache kamen. Details zum Programm finden sich hier.

Arbeitstreffen „Zukunft der alpinen Kulturlandschaften“
Im berg_kulturbüro Ramsau, 4.9.2017
Am 4. September fand im Rahmen des Projektes „Modell Bergsteigerdorf“ ein Arbeitstreffen zu dem Thema „Zukunft der alpinen Kulturlandschaften“ statt. Dabei war die Frage nach den Möglichkeiten einer ökologisch und sozial nachhaltigen sowie auch ökonomisch tragfähigen Nutzung anspruchsvoller Weideflächen (Almen, Hutewälder u.a.) leitender Rahmen. Im Zentrum standen Überlegungen, naturnahe Beweidungsformen verschiedener Standorte im Berchtesgadener Land sowie im angrenzenden Salzburger Land mit autochthonen Nutztierrassen speziell im und für den Kontext der Bergsteigerdörfer auszuloten. Dabei sollen in erster Linie standortadäquate Zukunftsprojekte mit wirtschaftlicher Perspektive entwickelt werden und entsprechende Entwicklungsprozesse reflektiert und in den Zusammenhang der Diskussion um die Zukunft alpiner Kulturlandschaften eingebracht werden.Teilnehmer waren Bettina Burkart-Aicher (Bayerische Akademie für Natur- und Landschaftspflege Laufen), Ulf Dworschak (Nationalpark Berchtesgaden), Herbert Gschoßmann (1. Bürgermeister Ramsau), Fritz Rasp (Leiter Touristinfo Ramsau), Günter Jaritz (Abteilung Natur- und Umweltschutz, Land Salzburg), David Schuhwerk, (Naturpark Weißbach) sowie Gisela und Jens Badura (berg_kulturbüro).

Bergabenteuer einst und jetzt
Lorenz Köppl (Nationalpark Berchtesgaden) und Jens Badura (berg_kulturbüro) diskutierten im Rahmen eines Berichts der Abendschau des Bayerischen Rundfunks am 31. August 2017 über Veränderungen im Bergsport. Ein Mitschnitt des Berichts kann im Netz abgerufen werden.

Zukunftsakademie Rätikon
Am 1. September wurden die Ergebnisse der Zukunftsakademie Rätikon in Schuders (Graubünden/CH) präsentiert, die vom gleichnamigen Verein veranstaltet und durchgeführt, sowie vom berg_kulturbüro mitkonzipiert wurde. Sechs Fellows aus den Künsten, Architektur und Wissenschaft arbeiteten gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung an Zukunftsszenarien für das Prättigauer Bergdorf. Die Aktivitäten der Akademie lassen sich auf dem Akademie-blog verfolgen und werden nun u.a. im creativealps_lab an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) weitergeführt.

Destination Alpen!?
In der aktuellen Ausgabe der SZENEALPEN, dem Themenheft der Alpenschutzorganisation CIPRA, ist Jens Badura mit dem Essay „Destination Alpen!?“ vertreten und plädiert für einen Fokus auf kulturelle Nachhaltigkeit: „Kulturelle Nachhaltigkeit ist nicht zuletzt auch für die Debatte zum nachhaltigen Tourismus von Bedeutung. Denn dieser gerät derzeit selbst in Gefahr, zu einer Art Destinationssegment zu werden, indem einschlägige Botschaften wie sanfte Mobilität, entschleunigte Atmosphäre, klimaneutrale Regionalität etc. mit den gleichen Instrumenten des Destinationsmanagements kommuniziert werden wie jene Segmentspezialitäten, für die etwa die diversen Ischgls der Alpen stehen. Auch hier gilt: Nur wenn lokale und regionale Akteure ihre Vorstellung von Nachhaltigkeit ausbilden, diese mit eckigen Kanten leben anstatt zeitgefällige Schlagworte bzw. Bildbotschaften als vermeintlich identitären Markenkern zu inszenieren, ist Destination kein Schicksal.“

Interview in der Schweizer Bauzeitung „Tec 21 – Espazium“
In der Ausgabe der Schweizer Bauzeitung „Tec 21 – Espazium“ vom 28. Juli wird im Rahmen des Titelbeitrags „Alpentourismus: konträre Dorfansichten“ Jens Badura (berg_kulturbüro) zum Thema Bergsteigerdörfer interviewt und das Gemeindeentwicklungsmodell der Ramsau mit jenem des Schweizerischen Tourismusorts Lenzerheide verglichen – hier ein kurzer Auszug zum Ansatz der Ramsau:  „Was für die Bevölkerung wichtig und attraktiv ist, soll dauerhaft erhalten bleiben. Wenn Gäste daran Freude haben, tant mieux.“

Alpines Museum der Schweiz
Das Schweizerische Bundesamt für Kultur hat am 19. Juli bekanntgegeben, dass es die Förderungen des Alpinen Museum der Schweiz – Partnerinstitution des berg_kulturbüro – um 75% kürzen wird. Anlässlich der Tagung „Berggebiete wohin – Neue Identitäten und Kulturinitiativen in den Alpen“ in Maloja beteiligte sich das berg_kulturbüro an der Formulierung folgender Erklärung: „Das Alpine Museum ist heute eines der innovativsten Zentren für Bergkultur in der Schweiz und im gesamten Alpenraum. Durch die drastische Kürzung der Mittel werden nicht nur die Ausstellungen und Veranstaltungen am Standort Bern, sondern ebenso die zahlreichen Kooperationen des Museums mit Kulturakteuren im Berggebiet kaputt gespart. Das Alpine Museum der Schweiz wird seit seiner Neuausrichtung vor fünf Jahren über die Landesgrenzen hinaus als wichtiger Impulsgeber für die Auseinandersetzung mit Kultur in den Bergen wahrgenommen. Das Museum prägt damit auch das Bild der Schweiz als zentralem Akteur in den Alpen. Umso unverständlicher ist die Entscheidung des BAK, diese Arbeit in der Zukunft aufs Spiel zu setzen. Das Alpine Museum der Schweiz muss als gegenwarts- und zukunftsorientierter Ort der kulturellen Auseinandersetzung mit dem alpinen Raum erhalten bleiben. (…) Kultur soll als Verhandlungsort für aktuelle Gegenwartsthemen verstanden werden, wie es das Alpine Museum für die Schweiz und für andere Alpenländer exemplarisch aufzeigt.“

Wechselwirkungen zwischen Berggebieten und Metropolen
Jens Badura (berg_kulturbüro) und Bernhard Tschofen (Professor Kulturwissenschaftliche Raumforschung am ISEK der Universität Zürich) wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (STMUV) mit der Studie „Wechselwirkungen zwischen Berggebieten und Metropolen“ beauftragt, die im Rahmen des Bayerischen Vorsitzes der Europäischen makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) entstehen soll.

Nachhaltigkeit in den Bergen
Im Rahmen des am 18. Juli im Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlten Features „Idyllen unter Druck – Tourismus-Entwicklung in den Alpen und die nachhaltige Wirtschaft im Alpenraum“ von Günther Wessel wurde das Bergsteigerdorf Ramsau als Beispiel nachhaltiger Tourismusentwicklung portraitiert – ein podcast zur Sendung ist hier abrufbar.

Sitzung des Ramsauer Gemeinderats im berg_kulturbüro
Am 18. Juli fand auf Einladung des 1. Ramsauer Bürgermeisters Herbert Gschoßmann die Gemeinderatssitzung im berg_kulturbüro statt. An den offiziellen Teil schloss sich eine offene Diskussion zum Thema „Bergsteigerdörfer und Gemeindeentwicklung“ an, im Rahmen derer Zukunftsaktivitäten ausgelotet wurden, die die Gemeinde Ramsau als Denkwerkstatt für das Bergsteigerdorf-Konzept etablieren können – und welche Rolle das Themenfeld „kulturelle Nachhaltigkeit“ dabei spielen kann und sollte.

Alpines Philosophicum Ramsau – Sommer 2017
Vom 21.-30. Juni fand die heurige Sommerausgabe des Alpinen Philosophicums Ramsau statt, bei der im Rahmen von philosophischen Wanderungen, Symposien, Vorträgen und Podiumsdiskussionen gemeinsam über das Verhältnis von Menschen und Bergen philosophiert wurde. Thematischer Schwerpunkt war diesmal „Gefahr-Wagnis-Risiko“. Die Veranstaltungen stiessen auf breites Publikumsinteresse und Medienecho und konnten wiederum einen  Denkraum zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit Fragen zum Leben in den Bergen schaffen. Im Herbst wird das Alpine Philosophicum mit zwei Hüttenphilosophie-Abenden fortgesetzt: am 11. September auf dem Watzmannhaus, am 13. September auf der Blaueishütte – Informationen dazu folgen demnächst.

whatsalp
Am 3. Juni startete in Wien das Wanderprojekt whatsalp Wien-Nizza, das im Rahmen einer Alpenüberquerung „per pedes“ aktuelle Entwicklungen und Probleme im Alpenraum erkundet, dokumentiert und im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungen am Wegverlauf zur Diskussion einlädt. Das berg_kulturbüro ist an drei dieser Anlässe beteiligt: am 18. Juni auf der Etappe Hieflau-Gstatterboden (Nationalpark Gesäuse, Österreich) bei der Veranstaltung „Gedanken-Gänge„, am 1. Juli in Kolm Saigurn/Rauris (Nationalpark Hohe Tauern, Österreich) bei der Podiumsdiskussion „Nationalpark und Erlebnisgesellschaft“ sowie am 25.-27. Juli in Salecina/Maloja (Oberengadin, CH) im Rahmen der Veranstaltung „Berggebiete wohin? Neue Identitäten und Kulturinitiativen in den Alpen„.

„Keine Angst vor der Gegenwart“
Am 29. Mai fand in Bern die Veranstaltung „Keine Angst vor der Gegenwart – Gegenwartsthemen in lokalen und regionalen Museen im Berggebiet“ statt, die von Beat Hächler (Alpines Museum der Schweiz) und Jens Badura (berg_kulturbüro) konzipiert und durchgeführt wurde. Die Veranstaltung war zugleich Auftakt der vom berg_kulturbüro federführend betriebenen Initiative „Diskursmuseum“, welche in den kommenden Jahren ein Netzwerk von lokalen und regionalen Museen im Alpenraum aufbauen soll und darauf zielt, Museen zu Orten der Verhandlung von Gegenwartskontroversen zu machen.

berg_kulturstammtisch am 18.05.2017
Der zweite berg_kulturstammtisch am 18. Mai wurde zusammen mit Michael Brandt, 1. Vorstand des Gebirgstrachtenerhaltungsvereins GTEV D’Achentaler Ramsau, organisiert. Zum Thema „Zukunft mit Herkunft – Brauchtum heute“ wurde insbesondere diskutiert, welche Bedeutung und Funktion Trachten heute haben und wie Brauchtum im Spannungsfeld von Bewahrung und Entwicklung gelebt werden kann, wie sich unterschiedliche Generationen mit Brauchtum identifizieren und den schmalen Grat zwischen selbstbestimmter sozialer Praxis und folkloristischer Ambientedienstleistung verhandeln können.
Teilnehmer waren der Kreisheimatpfleger Johannes Schöbinger, die Trachtenschneider_innen Marlene Stocker und Max Köppl, der Lederhosenmacher Franz Stangassinger, die Mitherausgeberin des Buchs „Ramsau – so wie’s früher war“ Waltraud Gschoßmann, Michael Gröll vom Trachtenverein D’Achentaler Ramsau sowie Gisela und Jens Badura vom berg_kulturbüro.

Besuch des MdL Florian von Brunn im berg_kulturbüro
Am 4. Mai besuchte Florian von Brunn, Mitglied des Bayerischen Landtags und umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rahmen eines Besuchs im Bergsteigerdorf Ramsau auch das berg_kulturbüro, um sich über Zielsetzungen, Projekte und aktuelle Themenschwerpunkte zu informieren. Diskutiert wurden sowohl allgemeine alpenpolitische Themen, wie die Situation der alpinen Landwirtschaft oder Entwicklungen im Bereich Tourismus und Wirtschaft, als auch die spezielle Situation und Ausrichtung des Bergsteigerdorfes Ramsau, das im Hinblick auf eine umfassend nachhaltige und innovationsfreudige Regionalentwicklung – gerade auch mit Blick auf kulturelle Nachhaltigkeit – inzwischen Modellcharakter erlangt hat. Neben Florian von Brunn waren bei dem Gespräch u.a. dabei: Rudi Fendt (2. Bürgermeister Ramsau), Bartl Mitter (2. Bürgermeister Berchtesgaden), Hannes Lichtmannegger (Hotel Rehlegg), Beppo Maltan (Berchtesgadener DAV-Sektionsvorsitzender), Roman Niederberger (BGL-SPD-Kreisvorsitzender), Klaus Gerlach (Vorsitzender SPD-BGL-Süd), Fritz Rasp (Leiter Touristinfo Ramsau) und Gisela Badura (berg_kulturbüro).

berg_kulturstammtisch
Am 20. April fand ein berg_kulturstammtisch zum Thema „Kulturlandschaft: wie schützen, wie nützen?“ statt, der vom berg_kulturbüro zusammen mit dem Biologen Toni Wegscheider organisiert wurde. Mit dabei waren zudem u.a. Rita Poser (Vorsitzende der Kreisgruppe Berchtesgaden des BUND Naturschutz), Gisela Badura-Lotter (Biologin, Landwirtin und Umweltethikerin), Ulf Dworschak (Sachgebietsleiter Naturschutz und Planung im Nationalpark Berchtesgaden) und David Schuhwerk (Geschäftsführer Naturpark Weißbach/Lofer). Im Gespräch wurden unterschiedliche Konzepte von Nutzung und Schutz in der alpinen Kulturlandschaft sowie die damit verbundenen Konfliktlinien zwischen beteiligten Interessensgruppen (Bauernschaft, Jäger, Naturschützer, Tourismus, Natur- und Nationalparks, Gemeinden) diskutiert.

Eröffnung berg_kulturbüro
Am 5. April 2017 wurde das berg_kulturbüro im Mesnerhaus des Bergsteigerdorfs Ramsau offiziell eröffnet. Nach einem Grußwort des Ramsauer Bürgermeisters Herbert Gschoßmann stellte Jens Badura den rund 35 Gästen das Konzept des berg_kulturbüros vor: ein Ort, an dem die verschiedenen Dimensionen, die das Verhältnis von Menschen und Bergen prägen, zur Sprache, Reflexion und Verhandlung kommen können. Anschliessend wurde die Eröffnung bei einem Umtrunk gefeiert und der neue Raum für gemeinsames Nach- und Vordenken im Gespräch eingeweiht.